Frühjahrstournee 2026
Geschätzte Konzertbesucherinnen und -besucher
Die Frühjahrstournee steht ganz im Zeichen der französischen Musik. Musik, die einen hörbaren Kontrast darstellt zu den Programmen der letzten SJSO-Tourneen, die aber im SJSO ebenfalls immer wieder gepflegt wurde in der Vergangenheit.
Debussy und Sains-Saëns klingen entschieden anders als Mahler oder Brahms. Die geforderten Klangmischungen und Nuancen stellen jedes Orchester vor Herausforderungen. Wir alle im Publikum sind dazu eingeladen, unser Ohrenmerk auf die spezifischen Eigenheiten dieser Musik zu richten.
In Camille Saint-Saëns’ elegantem Cellokonzert, das der ehemalige SJSO-Cellist Samuel Niederhauser interpretiert, wird Ihnen das leicht fallen. Falls Ihnen Claude Debussys La Mer jedoch etwas fremdartiger vorkommt, so vertrauen Sie auf das Urteil unserer jungen Musikerinnen und Musiker – ihr langgehegter Wunsch war es nämlich, diese «Orchesterskizzen» einmal einzustudieren und Ihnen zu präsentieren! Hören Sie Debussys Meeresbilder am besten wie ein impressionistisches Gemälde von Claude Monet, wo sich die Konturen bis an die Grenze zur Abstraktion auflösen.
Einen noch mutigeren Schritt in Richtung Moderne machte Lili Boulanger. Ihre Orchesterstücke glühen und pulsieren. Bei der Komposition wusste sie bereits, dass sie nicht mehr lange leben würde – sie, die zeitlebens unter chronischen Krankheiten litt und dennoch mit neunzehn Jahren den wichtigsten französischen Kompositionspreis gewann, den «Prix de Rome». Als erste Frau notabene, und so diskussionslos, dass der bekanntermassen frauenfeindlichen Jury keine andere Wahl blieb. Lassen auch Sie sich von Lili Boulangers aufwühlender Musik begeistern!
Leiten wird das Programm Felix Mildenberger, der zweite von drei Kandidaten unserer laufenden Suche nach einem neuen SJSO-Chefdirigenten. Wir wünschen ihm alles Gute – und uns beglückende Konzerterlebnisse!
Zu den Werken
Licht und Schatten
Am Ende des 19. Jahrhunderts durchläuft die französische Musik eine Phase tiefgreifender Transformation, in der nach einer klanglichen Identität gesucht wird, die klassische Klarheit mit expressiver Modernität vereint. In diesem Kontext treffen die Formsymmetrie und Virtuosität von Saint-Saëns, Debussys sinnlich-fliessende Vision und Boulangers fragile Leuchtkraft zusammen. Trotz unterschiedlicher Generationen und Temperamente teilen sie die Sehnsucht nach einer idealen Form, in der Schönheit und Gefühl aufeinandertreffen und Licht und Schatten der Belle Époque widerspiegeln.
Lili Boulanger: Deux poèmes
Den Auftakt bildet D’un soir triste (1918) von Lili Boulanger, eines der Vermächtnisse der jungen Komponistin, der ersten Frau, die den «Prix de Rome» gewann, einer Symbolfigur einer unruhigen Generation. Hier wird Melancholie zur kollektiven Resonanz: Das Werk, während der ihr Leben verkürzenden Krankheit komponiert, entfaltet sich in einer Klanglandschaft von aussergewöhnlicher emotionaler Intensität, in der die Orchester-Klangfarbe zur Stimme der Innerlichkeit wird. Dichte, beinahe statische Harmonien und eine schwebende Phrasierung übersetzen zurückgehaltenen Schmerz, frei von Rhetorik, zu einer Meditation über die Endlichkeit.
Das aus derselben Schaffensperiode stammende Gegenstück D’un matin de printemps strahlt eine ruhige, transparente Vitalität aus und erscheint als Antwort auf die Zerbrechlichkeit des Lebens. Leuchtende Energie, fragmentierte Motive und transparente Satzführung vermitteln eine spirituelle Wiedergeburt: Ein «Frühlingsmorgen», der die Dunkelheit des vorigen Stücks ausgleicht. Das Paar, bei der Uraufführung 1921 als «Deux poèmes» angekündigt, bildet somit ein expressives Diptychon – Nacht und Tag, Schmerz und Wiedergeburt –, in dem Boulanger ihren letzten Dialog mit dem Leben verdichtet und impressionistisches Erbe sowie poetischen Symbolismus in einer zutiefst persönlichen Stimme zusammenführt.
Camille Saint-Saëns: Cellokonzert
Mit Camille Saint-Saëns’ 1. Cellokonzert in a-Moll (1873) gibt es einen Wechsel in ein anderes, ebenso raffiniertes Universum. Als Meilenstein des Cellorepertoires zeigt das Werk ein bewundernswertes Gleichgewicht zwischen Form und Leidenschaft. Saint-Saëns vereint Solistenvirtuosität mit fast klassischem architektonischem Anspruch, meidet romantische Rhetorik zugunsten typisch französischer Klarheit. Das Stück zeichnet sich durch einen engen Dialog zwischen Solisten und Orchester aus, in dem jedes Element zu einer kohärenten, ununterbrochenen Erzählung beiträgt. Das Resultat ist ein Werk, zugleich dramatisch und rein, in dem das Cello zur inneren Stimme wird – klar und nie sentimental.
Ein Jahr vorher komponierte Saint-Saëns auch La Princesse Jaune, eine kurze «Opéra comique», die einen exotischen Traum in einem imaginären Japan erzählt. Hinter der Leichtigkeit des Werkes verbirgt sich der erste Hauch jener europäischen Faszination für das Exotische, die bald zu einem wahren «Japonismus» werden sollte. Diese ästhetische Strömung, durchdrungen von feiner Melancholie und der Suche nach neuen Farben und Formen, ergriff bald die Künste des frühen 20. Jahrhunderts – und verzauberte schliesslich auch Claude Debussy.
Claude Debussy: La Mer
Mit seinen monumentalen «sinfonischen Skizzen» La Mer (1903–1905) betritt die französische Musik vollends das 20. Jahrhundert. Das Werk, unterteilt in drei sogenannte Skizzen – De l’aube à midi sur la mer, Jeux de vagues und Dialogue du vent et de la mer –, beschreibt das Meer nicht, sondern evoziert seine Kraft, Bewegung und das wechselnde Licht durch eine Orchestrierung von aussergewöhnlicher Feinheit. Der Einfluss des Japonismus zeigt sich in der fragmentarischen, visuellen Konstruktion des musikalischen Diskurses: Wie in den Drucken Hokusais versteht Debussy die Form als Fluss, ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Fülle und Leere, Klang und Stille. Seine Musik wird zu bewegter Malerei, in der das Orchesterfarbenspiel strukturelle Funktion erhält und wo die Harmonik, von tonalen Konventionen befreit, zum Atem der Zeit wird. La Mer erscheint so als symbolistisches Fresko, in dem Natur und Wahrnehmung zusammenfallen und jedes klangfarbliche Detail eine eigene Modulation des menschlichen Empfindens widerspiegelt.
(© David Bühler)
Die Bank Cler fragt beim SJSO nach:
Was bedeutet Einzigartigkeit?
In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz innert Sekunden Texte, Bilder oder ganze Welten erschafft, wächst unsere Sehnsucht nach dem, was unverwechselbar ist: dem Einzigartigen, dem Echten, dem Menschlichen. Einzigartigkeit ist die Grundlage jeder künstlerischen Laufbahn. In der Musik zeigt sie sich unmittelbar: Jeder Klang, jede Stimme, jede Interpretation erzählt eine persönliche Geschichte. Sogar im Sinfonieorchester, wo sich fast hundert Individuen zu einer einzigen grossen Stimme verbinden. Unter anderem zu diesem Thema haben wir die Oboistin Léane Plain befragt.
Was bedeutet für dich persönlich «Einzigartigkeit» – und wie zeigt sie sich in deiner Musik?
Léane Plain: Für mich bedeutet Einzigartigkeit, den Mut zu haben, die eigenen musikalischen Ideen und den eigenen Ausdruck zuzulassen. Alle Orchestermitglieder bringen ihre eigene Lebenserfahrung ins SJSO mit. Dies beeinflusst unsere Musik ganz individuell: eine bestimmte Art zu phrasieren, eine persönliche Klangvorstellung, eine individuelle Vorstellung von Ausdruck. Man könnte sagen, dass jede und jeder einen eigenen Faden spinnt, welcher dann im Orchester zu einem grossen Klangteppich an Farben und Ausdrücken zusammengewebt wird.
Wie findest du als Einzeltalent deine persönliche musikalische Identität – auch innerhalb eines grossen Orchesters wie dem SJSO?
Léane Plain: Innerhalb eines Orchesters wie dem SJSO lerne ich besonders viel über mich selbst. Meine musikalische Identität wächst dabei nicht im Alleingang, sondern vielmehr im Austausch mit anderen: durch Zuhören, Reagieren und vor allem durch die Einzigartigkeit meiner Kolleginnen und Kollegen. Sie inspirieren mich immer dazu, noch mehr auszuprobieren, mehr zu wagen. Gerade im SJSO herrscht ein toller Austausch; wir wollen uns alle weiterentwickeln.
Wie beeinflusst das Zusammenspiel mit anderen deine eigene Entwicklung – technisch, musikalisch, menschlich?
Léane Plain: Technisch fordert mich das Zusammenspiel im Orchester dazu heraus, präziser zu sein in Timing, Intonation und darin, noch mehr Teil des Klangkörpers zu werden. Musikalisch erweitert es meinen Horizont enorm: Ich höre neue Interpretationsansätze, entdecke andere Denkweisen und werde oft zu Ideen inspiriert, auf die ich allein nie gekommen wäre. Auch die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Dirigentinnen und Dirigenten bringt mich auf neue Ideen und inspiriert mich dazu, Dinge zu wagen und Neues auszuprobieren. Das SJSO bietet mir die Gelegenheit, in einem sicheren, freundschaftlichen Raum gemeinsam an die musikalischen Grenzen zu gehen, ohne dass jemand enttäuscht ist, wenn einmal etwas nicht klappt.
Wie unterstützen dich das SJSO und das Sponsoring der Bank Cler dabei, deinen eigenen Weg zu gehen?
Léane Plain: Das SJSO bietet mir Probenarbeit auf hohem Niveau, inspirierende Dirigentinnen und Dirigenten und herausfordernde Programme, so wie das Programm der letzten Tournee mit Strauss’ Don Juan und Till Eulenspiegel oder mit Mahlers 7. Sinfonie im Herbst 2023. Ich fühle mich ernst genommen und gleichzeitig gefördert. Das Sponsoring der Bank Cler ermöglicht uns, Projekte umzusetzen, auf Tournee zu gehen und Erfahrungen zu sammeln, die ich als junge Musikerin sonst nie machen könnte. Diese Unterstützung schafft Freiraum – finanziell und künstlerisch.
Woran möchtest du in Zukunft weiterarbeiten, um einerseits dein eigenes Profil zu schärfen und andererseits ein noch stärkerer Teil des Orchesters zu werden?
Léane Plain: Einer meiner grossen Träume ist es, eine Stelle im Berufsorchester zu gewinnen. Es ist ein harter Weg dahin, aber meine Erfahrungen im SJSO zeigen mir immer wieder, dass sich dieser Weg lohnt. Das intensive Gefühl, als Teil einer Gruppe etwas zu erreichen, erfährt man wohl in den wenigsten Berufen so stark.
(© David Bühler)
Das Orchester
Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester
Seit 1969 vereint das Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester (SJSO) hohes Können mit Leidenschaft, indem es musikbegeisterte Jugendliche aus allen Landesteilen zusammenbringt. Damit gehört das SJSO zu einer der ganz wenigen gesamtschweizerischen Kulturinstitutionen.
Es ist ein Orchester der besonderen Art: Aus allen vier Landesteilen der Schweiz kommen bis zu hundert junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 15 bis 25 Jahren zusammen und führen unter der Leitung erfahrener Dirigent*innen anspruchsvolle Werke aus allen Epochen der klassischen Musik auf.
In den Proben und bei den Konzertauftritten machen die talentierten Jugendlichen wichtige Erfahrungen im Orchesterspiel, die den weiteren Verlauf ihrer Musikerlaufbahn entscheidend prägen. So sind viele der ehemaligen SJSO-Mitglieder heute in renommierten Berufsorchestern engagiert.
Dank der Mehrsprachigkeit werden auch Brücken zwischen den einzelnen Kulturkreisen der Schweiz geschlagen. Das Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester vermag während der Frühjahrs- und Herbsttournee mit jeweils fünf bis sieben Konzerten in der ganzen Schweiz das Publikum immer wieder aufs Neue in seinen Bann zu ziehen und die Medien zu begeistern.
Durch diese Nachwuchsförderung im Bereich der klassischen Musik leistet das SJSO einen wichtigen Beitrag im schweizerischen Kultur- und Bildungswesen. Möglich macht dies die finanzielle Unterstützung von Bund, Kantonen, Gemeinden, Unternehmen, privaten Stiftungen und der eigenen Förderergesellschaft. Seit 2018 unterstützt die Bank Cler das SJSO als Sponsorin.
Künstlerischer Leiter des SJSO ist seit Sommer 2023 Johannes Schlaefli.
Vorläufige Orchesterbesetzung Frühjahr 2026
Violine I
Konzertmeister:
Claire Nendaz (Sion)
Simone Alder Gendron (Amsterdam)
Karolina Bagaric Vujanic (Kriens)
Flavia Beck (Trossingen)
Miriam Bögli (Bern)
Lea Diana Erni (Basel)
Annina Holliger (Basel)
Naomi Onaka (Winterthur)
Sebastian Ramirez (Lausanne)
Antonin Richy (FRANGY)
Colin Soldati (Sonceboz-Sombeval)
Violine II
Stimmführung:
Rebecca Pavageau (Basel)
Maria Ferreira da Silva (Kriens)
Klara Kirchner (Biel)
Alessandra Lichtneckert (Basel)
Anna Rossier (Les Haudères)
Fabienne Thomann (Rotkreuz)
Viola
Stimmführung:
Syméon Newell (Genève)
Morjan Brihmat (Lausanne)
Stefany Moreira Stelet
Ambre Paraire Perron (Gaillard)
Lina Siegel (Lenzburg)
Nina Soffe (Sion)
Léa Sturzenegger (Thônex)
Hanna Werner (Tägertschi)
Shuhao Xu (Basel-Stadt)
Violoncello
Stimmführung:
Emilie Richter (Knutwil)
Wolfgang Boichut (Lausanne)
Erik Dolci (Kriens)
Théo Junod (Anières)
Marina Margheri (Prato)
Tim Meyer (Hägglingen)
Délia Phan (Lausanne)
Juliette Rochat (Pully)
Kontrabass
Stimmführung:
Arnauld Crettenand (Hérémence)
Fabian Lötscher (6005 Luzern)
Sarah Nvendo-Ferrier (Neuchâtel)
Azuna Onishi (Zürich)
Virgile Vienne (Neuchâtel)
Joanna Wilk (Jouxtens-Mézery)
Flöte
Amelia Ramirez Rodriguez (Granada)
Delia Steiner
Jessica Walgenwitz (Lausanne)
Oboe
Vera Gassmann (Thun)
Ulysse Othenin-Girard (Kriens)
Klarinette
Floriane Apothélos (Avenches)
Léo Caille (Annemasse)
Yasmine Urquhart (Dübendorf)
Fagott
Anatole Bouduban (Neuchâtel)
Thomas Ernst (Grand-Lancy)
Janina Surek (Sarnen)
Davide Tomasoni (Gottolengo)
Horn
Francisco Barbosa (Zürich)
Anaëlle Broly (Annemasse)
Diego Regueiro Quintás (Zúrich)
Pénélope Sudret
Nils Wiesli (Oerlikon)
Trompete
Alina Aichner
Annouk Bircher (Chur)
Sandro Adrian Erni (Untersiggenthal)
Mehdi Missoum (Huningue)
Posaune
José Francisco Carvalho da Silva
Vincent Ernst (Grand-Lancy)
Amanda Peyer
Alain Wüest (Zürich)
Tuba
Afonso Araújo (Perly)
Schlagzeug
Laurin Caprez (Root)
Gioacchino D’ambrosi (Zurich)
Valentin Frutiger (Staufen)
Sébastien Lafosse (Ostermundigen)
Luna Strahm (Annemasse)
Harfe
Natalia Markovic Prokic (Crissier)
Meret Maria Meier (Hamburg)
Tasteninstrumente
Jan Zwahlen (Niederuzwil)
Register-Coaches
Agata Lazarczyk (1. Geigen Luzerner Sinfonieorchester)
Maciej Burdzy (2. Konzertmeister Luzerner Sinfonieorchester)
Michel Rouilly (ehemals Solo-Bratsche Tonhalle-Orchester Zürich)
Joël Marosi (Solo-Violoncello Orchestre de Chambre de Lausanne)
Ronald Dangel (ehemals Solo-Kontrabass Tonhalle-Orchester Zürich)
Frederic Sánchez (Solo-Flöte Verbier Festival Chamber Orchestra)
Pascal Deuber (Solo-Horn Tonhalle-Orchester Zürich)
Arthur Bonzon (Solopauke Orchestre de la Suisse Romande)
Dirigent
Felix Mildenberger
Felix Mildenberger ist Erster Gastdirigent der «Filarmonica» des Teatro Regio Torino und designierter Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (Oder). Die Presse beschreibt ihn als «jung, dynamisch, energiegeladen, zielstrebig und voller ausdrucksstarker Körpersprache». Seit seinem Gewinn der Donatella Flick LSO Conducting Competition 2018 hat er sich rasch international etabliert.
Er dirigierte renommierte Orchester wie das Royal Concertgebouw Orchestra, die Wiener Symphoniker, das DSO Berlin, die NDR Radiophilharmonie, das Tonhalle-Orchester Zürich (wo er 2019/2020 Assistant Conductor war), das London Symphony Orchestra, das hr-Sinfonieorchester, das Konzerthausorchester Berlin, das Ensemble Modern, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen u.a.m., und er arbeitete mit Solist*innen wie Julia Fischer, Sabine Meyer, Daniel Lozakovich und James Ehnes.
Opernerfahrung sammelte er an der Bayerischen Staatsoper, dem Aspen Opera Center und der Deutschen Oper Berlin; 2024 debütierte er dort mit George Benjamins Written on Skin.
Sein Weg führte ihn von Violine, Viola und Klavier zum Studium der Orchesterleitung in Freiburg, Wien und beim Aspen Music Festival. Nach einigen Jahren als Assistent von Sir Simon Rattle, Paavo Järvi u.a. wurde er 2020 mit dem «Prix Young Artist of the Year» ausgezeichnet und 2021 in die Künstlerliste «Maestros von Morgen» des Deutschen Musikrats aufgenommen.
Solist
Samuel Niederhauser
Samuel Niederhauser ist ein aufstrebender Schweizer Cellist, der es mit seinem virtuosen, kraftvollen und zugleich innigen Spiel immer wieder versteht, sein Publikum zu begeistern und auch Jurys grosser internationaler Wettbewerbe von sich zu überzeugen. Seit 2022 ist er Solo-Cellist im Luzerner Sinfonieorchester.
Sein Debüt als Solist gab er im Alter von neun Jahren. Seither spielte er mit diversen Orchestern im In- und Ausland wie z.B. dem Helsinki Philharmonic Orchestra, der Royal Northern Sinfonia, dem Kammerorchester Basel, dem Zürcher Kammerorchester und dem Gstaad Festival Orchestra. Immer wieder ist er an Festivals zu hören, so regelmässig am Gstaad Menuhin Festival, im Musikdorf Ernen und am Davos Festival. Die Bühne teilte und teilt er dabei mit Till Fellner, Julia Fischer, Oliver Schnyder, Dmitry Smirnov und Mischa Maisky. Mit Dennis Linnik gewann er 2023 am Gstaad Menuhin Festival den renommierten Preis «Jeunes Étoiles 2023».
Daneben erhielt Samuel Niederhauser zahlreiche weitere Preise. Höhepunkte waren die Auszeichnung als «Lauréat» am Concours Reine Elisabeth 2022 in Brüssel und der Gewinn des 3. Preises an der Paulo Cello Competition 2023 in Helsinki. Der Brüsseler De Staandard bezeichnete seine Interpretation von Dmitri Schostakowitschs zweitem Cellokonzert als «Höhepunkt des Abends», und die in Helsinki erscheinende Zeitung Helsingin Sanomat beschrieb sein Spiel als «kraftvoll, emotional und ausdrucksstark».
Seine Grundausbildung erhielt er bei Thomas Grossenbacher an der Zürcher Hochschule der Künste sowie bei Thomas Demenga an der Musikakademie Basel, wo er den Studiengang «Master Specialized of Solo Performance» absolvierte, den er mit dem Preis für das beste Rezital abschloss. Während dieser Zeit war er auch Mitglied im Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester SJSO.
Samuel Niederhauser spielt dank einer grosszügigen Leihgabe ein Instrument von Carlo Giuseppe Testore aus dem Jahre 1690.
(© David Bühler)
Knobeln und Gewinnen!
Sie kennen sich in Klassik, Oper und Tanz aus wie in Ihrer Westen- bzw. Handtasche? Dann haben wir für Sie genau das Richtige: Unser musikalisches Kreuzworträtsel!
Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir Ende Juni zwanzig Freikarten für die Herbsttournee 2026.
(© David Bühler)
Dank
Das SJSO dankt seinen treuen und grosszügigen Unterstützer*innen: Namentlich dem Bundesamt für Kultur, der Bank Cler, der Förderergesellschaft und vielen weiteren hier aufgeführten.
Das SJSO unterstützen
Das Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester SJSO ist die sinfonische Talentschmiede der ganzen Schweiz. Schon ab CHF 50 können Sie diese einzigartige Kulturinstitution unterstützen.
PDF-Programmheft und Website
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem PDF-Programmheft oder unserer Website sjso.ch